VGW Projekte

Vergangene Veranstaltungen

Zwischen Schlachthofgründen und Erdberger Mais: Donauprallhang und Stadtwildnis – Eine Flanerie

Am Donauprallhang. Foto: Friedrich Hauer.

Am 22. Juni 2018 führte Privatdozent Dr. Anton Tantner (Universität Wien, Institut für Geschichte) durch das Erdberger Mais im südöstlichsten Teil des 3. Bezirks. Auf den Spuren der historisch-topographischen Verwandlungen dieses ehemals peripheren Stadtgebiets folgte eine Gruppe Interessierter dem Historiker auf einen gleichermaßen

Reste des Linienwalls. Foto: Friedrich Hauer.

vielseitigen wie informativen Stadtspaziergang. Stationen waren das Naturdenkmal Donauprallhang, die hier erhaltenen Reste des Linienwalls

Ehemaliger Schlachthof St. Marx. Foto: Friedrich Hauer.

und die daran anschließende „Stadtwildnis Erdberg“. Vom ehemaligen Standort von Brauerei und Versorgungshaus ging es weiter zu den sanierten Überresten der einst ausgedehnten Anlagen von Schlachthof – und Zentralviehmarkt St. Marx. Unter den wuchtigen Betonviadukten der A23 endete diese bemerkenswerte Spurensuche zwischen 18. und 21. Jahrhundert, zwischen „Media Quartier Marx“ und Alt-Erdberger „Küchengärten“.


Führung durch die Ausstellung „Otto Wagner“

Mag. Dr. Andreas Nierhaus (Wien Museum) führte am 17. Mai 2018 im Wien Museum eine Gruppe von Vereinsmitgliedern durch die von ihm und Eva-Maria Orosz kuratierte Ausstellung „Otto Wagner“. Das Museum präsentiert zum 100. Todestag Wagners das Gesamtwerk des „Weltstadtarchitekten“. Der Schwerpunkt liegt auf Wagners Leben und Werk, in dem sich eine ganze Epoche der Wiener Kultur und Geschichte spiegelt: von der Ringstraße über das Fin de Siècle bis zum Ersten Weltkrieg. Einzigartige Objekte – kostbare Zeichnungen, Möbel, Modelle, Gemälde und persönliche Gegenstände – veranschaulichen die internationale Strahlkraft des Architekten.

Wichtige Stationen der Ausstellung sind die Wiener Stadtbahn, Wagners Rolle als „Vater“ der Moderne, seine unausgeführten Projekte für den Kaiserhof, der Kampf um das Stadtmuseum, Entwürfe für die „unbegrenzte Großstadt“ und nicht zuletzt seine beiden Hauptwerke, die Postsparkasse und die Kirche am Steinhof.

Die Mehrzahl der rund 500 Exponate stammt aus der Sammlung des Wien Museums, ergänzt um  hochkarätige internationale Leihgaben. Zahlreiche Objekte werden zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein.


Vollversammlung 2018

V.l.n.r: Generalsekretär-Stellvertreter Dr. Christoph Sonnlechner, MAS; Präsident SR i.R. Prof. Dr. Karl Fischer, MAS; Generalsekretärin Dr. Susanne Pils, MAS; Kassenverwalter Fritz Buchinger; Vizepräsident SR i.R. Prof. Dr. Helmut Kretschmer, MAS

Am 15. März 2018 hielt der Verein für Geschichte der Stadt Wien im Wappensaal des Wiener Rathauses seine jährliche ordentliche Vollversammlung ab. Die Tagesordnung sah unter anderem den Tätigkeitsbericht des Vereins, erstellt durch die Generalsekretärin Dr. Susanne Claudine Pils, sowie den Bericht des Kassenverwalters Fritz Buchinger vor, die von der Vollversammlung einstimmig angenommen wurden. Die beiden Rechnungsprüfer Dkfm. Günter Macht und Prof. Mag. Alfred Paleczny stellten sodann den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, was ebenfalls einstimmig angenommen wurde.

Als Höhepunkt der Vollversammlung nahm der Präsident SR. i.R. Prof. Dr. Karl Fischer zwei Ehrungen in feierlichem Rahmen vor:

Das neu gewählte Ehrenmitglied Univ.-Prof. Dr. Peter Csendes mit Präsident SR i.R. Prof. Dr. Karl Fischer

 

 

 

 

 

Zunächst stellte er an die Vollversammlung den Antrag, Herrn Hofrat Univ.-Prof. Dr. Peter Csendes Senatsrat i.R. zum Ehrenmitglied des Vereins für Geschichte der Stadt Wien zu ernennen. Dies wurde einstimmig angenommen und Peter Csendes bedankte sich bei der Vollversammlung.

SR i.R. Prof Dr. Karl Fischer, MAS, und SR i.R. Prof. Dr. Helmut Kretschmer, MAS erhalten die Goldende Ehrenmedaille für ihre Verdienste um den Verein für Geschichte der Stadt Wien

  Danach wurde dem langjährigen, scheidenden Vorstandsmitglied SR i.R. Prof. Dr. Helmut Kretschmer, MAS, die Goldene Ehrenmedaille des Vereins für Geschichte der Stadt Wien verliehen.

Im Anschluss daran überreichte die Generalsekretärin dem langjährigen Präsidenten SR i.R. Prof. Dr. Karl Fischer, MAS, für seine langjährigen Verdienste um den Verein ebenfalls die Goldene Ehrenmedaille des Vereins für Geschichte der Stadt Wien.

Die neue Präsident Dr. Susanne Pils, MAS

Im Anschluss daran fand die alle vier Jahre abzuhaltende Neuwahl des Vorstandes statt. Da der bisherige Präsident Karl Fischer den Vorsitz zurücklegte und auf eigenen Wunsch auch aus dem Vorstand ausschied, stellte sich die bisherige Generalsekretärin der Wahl zur Präsidentin, die von der Vollversammlung einstimmig angenommen wurde. Sie übernahm daraufhin von Karl Fischer den Vorsitz.

Da sich sowohl der bisherige Vizepräsident Helmut Kretschmer als auch HR Mag. Willibald Rosner, der ehemalige Direktor des Niederösterreichischen Landesarchivs, auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand zurückzogen, traten neben den verbliebenen Vorstandmitglieder Frau Mag.a Elisabeth Loinig (Niederösterreichisches Landesarchiv / Institut für Landeskunde für Niederösterreich), Mag. Paul Rachler (Künstlerhausarchiv) und Mag. Manuel Swatek (Wiener Stadt- und Landesarchiv) zur Wahl an, die einstimmig erfolgte.

Das langjährige Vorstandsmitglied SR i.R. Dr. Walter Obermaier erhält die goldene Medaille für seine 50-jährige Mitgliedschaft

Danach wurden jene langjährigen Mitglieder, die dem Verein bereits seit fünfzig, vierzig oder fünfundzwanzig Jahren angehören, durch die Überreichung der Erinnerungsmedaille in Gold, Silber oder Bronze geehrt.

Das Vorstandsmitglied Univ.-Prof. Dr. Martin Scheutz beim Festvortrag mit seinen beiden Projektmitarbeiter_innen, Dr. Michael Pölzl und Dr. Irene Kubiska-Scharl

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Vollversammlung hielt a.o. Univ.-Prof. Dr. Martin Scheutz (Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung) gemeinsam mit seinen Projektmitarbeiter_innen, Dr.in Irene Kubiska-Scharl und Dr. Michael Pölzl, den spannenden Festvortrag zum Thema „Das Ringen um Reformen – Der Wiener Hof unter Maria Theresia und Joseph II.“


Präsentation der Ausstellung: Cholera. Eine Seuche verändert die Stadt

Am 3. Mai 2018 fand die Ausstellungspräsentation zum Thema „Cholera. Eine Seuche verändert die Stadt“ im gut besuchten Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs statt. Einleitend gab Frau Archivdirektorin Dr.in Brigitte Rigele eine Einführung in das Thema, wobei sie auf relevante Archivbestände und die Bedeutung der Cholera im kollektiven Gedächtnis der Stadt einging. Im ersten Hauptvortrag erläuterte Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, leitender Arzt im Zentrum für Reisemedizin in Wien, die Epidemiologie der Cholera, ihre gegenwärtige globale Verbreitung, ihre Bedeutung für die Tropenmedizin und die derzeit wirksamsten Methoden der Prophylaxe und der Bekämpfung dieser Infektionskrankheit.

Frau Archivdirektorin Dr.in Brigitte Rigele mit den beiden Vortragenden

Dabei strich er hervor, dass die Seuche für kürzere Aufenthalte in Ländern der Dritten Welt für Reisende derzeit keine relevante Bedrohung darstellt. Im zweiten Hauptvortrag ging der Kurator der Ausstellung, unser neuer Generalsekretär Univ.-Doz. Dr. Andreas Weigl auf die historischen Choleraepidemien in Wien im Zeitraum 1831-1873 ein. Weigl unterstrich, dass die Plötzlichkeit des Hereinbrechens der Cholera rasch zu Investitionen in die städtische Ver- und Entsorgung führte (Cholerakanäle, Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung), die jedoch zunächst für keine Verbesserung der Überlebensverhältnisse sorgten, weil die bakteriologischen Ursachen der Choleraverbreitung unbekannt waren und die Qualität des zugeleiteten Trinkwassers sehr schlecht war. Erst der Bau der beiden Hochquellenwasserleitungen und der Ausbau der Kanalisation (Hauptsammelkanäle) erwiesen sich als jene Investitionen in die städtische Infrastruktur, die das Auftreten weiterer Epidemien nach 1873 verhinderten und den Schrecken der Cholera rasch verblassen ließen.

Univ.-Doz. Dr. Andreas Weigl


Seite 1 von 1712345...10...Letzte »