VGW Projekte

Vergangene Veranstaltungen

Präsentation des Bandes „Wiener Musikgeschichte“

Im stimmungsvollen Rahmen des Mozarthauses in der Domgasse wurde am 30.November 2011 der Band 7 der Reihe „Geschichte der Stadt Wien“ präsentiert, der sich den „klassischen Bereichen“ der Musikgeschichte unserer Stadt widmet. Diese Veranstaltung wurde auch vom Mozarthaus Wien, der Mozartgemeinde Wien und dem LIT-Verlag unterstützt. Der Vizepräsident des Vereins für Geschichte der Stadt Wien Helmut Kretschmer stellte vorerst den Verein und die gesamte Publikationsreihe und dann gemeinsam mit Elisabeth Fritz-Hilscher den Band 7 vor. Umrahmt wurden die Vorträge durch die bekannte Pianistin und Liszt-Interpretin Barbara Moser die neben Werken ihres bevorzugten Komponisten, der vor genau 200 Jahren geboren wurde, auch mit einem Stück von Franz Schubert die zahlreichen Gäste der Buchpräsentation begeisterte.


Auf dem Foto v.l.n.r.: Präsident Karl Fischer, die Herausgeber des Werkes Helmut Kretschmer und Elisabeth Fritz-Hilscher sowie die Pianistin Barbara Moser.


Festvortrag

Nach der Vollversammlung referierten Univ.Doz. Dr. Adelheid Krah vom Institut für Geschichte der Universität Wien und Dr. Karl Heinz als Geschäftsführer von ICARUS zum Thema „Das Monasterium-Portal in Theorie und Praxis – Ein innovativer Beitrag zur Erforschung der Wiener Stadtgeschichte“. Dieses Portal ist ein virtuelles Urkundenarchiv, bei dem bereits 250.000 Dokumente online zur Verfügung stehen. Es ist damit das bedeutendste Online-Archiv des mittelalterlichen Mitteleuropas geworden. Dr. Heinz als Koordinator des Projekts berichtete, dass knapp 60 Institutionen aus zehn europäischen Staaten unter www.monasterium.netder Öffentlichkeit den gemeinsamen, stetig wachsenden Bestand mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Urkunden vor allem österreichischer und bayerischer Klöster und seit 2010 auch des Wiener Stadt- und Landesarchivs zur Verfügung stellen. Als gemeinsame institutionelle Plattform dient das International Centre for Archival Research (ICARUS) mit Sitz in Wien.

Dr. Karl Heinz und Dr. Adelheid Krah beim Festvortrag

Damit eröffnen sich der Geschichtsforschung, der akademischen Ausbildung und der Regionalgeschichte neue Möglichkeiten für die Erforschung dieser Quellen, was Frau Dr. Krah anhand einiger Wiener Urkunden aus der Zeit der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts dokumentierte. Die Urkunden sind rund um die Uhr, rasch, unbürokratisch und kostenlos abrufbar – und das dank des Internets von jedem Ort der Welt.


Bericht über die Vollversammlung

Für ihre 40jährige Mitgliedschaft beim Verein für Geschichte der Stadt Wien wurden u.a. Walpurga Oppecker und das langjährige Vorstandsmitglied des Vereins Dr. Lorenz Mikoletzky geehrt.

Die heurige Vollversammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Wien fand am 28.März 2012 im Wappensaal des Wiener Rathauses statt und war im Vergleich zu den letzten Jahren mit rund 150 Personen recht gut besucht. Den Vorsitz führte Präsident Dr. Karl Fischer. Nach dem Gedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erstattete die Generalsekretärin Dr. Susanne Claudine Pils den Tätigkeitsbericht des Vereins und fasste das umfangreiche Publikationsprogramm 2011 zusammen, gab eine Übersicht über den aktuellen Mitgliederstand, der trotz einiger Neuaufnahmen weiter auf 1047 Mitglieder zurückgegangen ist, und informierte über die wichtigsten Projekte des heurigen Jahres. Seit Jahresende besteht die neue Homepage des Vereins. Auf dieser gibt es nun auch ein Gästebuch als Kontaktmedium zum Vereinsvorstand.
Kassenverwalter Fritz Buchinger berichtete über die Einnahmen-Ausgabenrechnung, bei der Einnahmen in Höhe von 134.515,72 Euro Ausgaben in Höhe von 145.409,83 Euro gegenüberstehen. Auf Antrag von Rechnungsprüfer Mag. Alfred Paleczny wurde dem Vorstand und dem Kassenverwalter einstimmig die Entlastung erteilt. Der Mitgliedsbeitrag wurde für 2013 moderat erhöht, so wird beispielsweise der Mitgliedsbeitrag für Personen mit inländischer Postadresse statt 38 nun 40 Euro betragen.
Dr. Fischer verwies auf den sinkenden Mitgliederstand und ersuchte alle Mitglieder sich aktiv für die Werbung vor allem jüngerer Interessent/innen der Wiener Geschichte zu bemühen. Neben dem 2011 aufgelegten Folder steht dazu nun auch ein elektronisches Anmeldeformular auf der Homepage zur Verfügung. Er dankte allen, die sich aktiv am Vereinsgeschehen beteiligt haben, insbesondere den Funktionär/innen und den zahlreichen Autor/innen der Publikationen.
Abschließend wurden wieder Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt, darunter vier Mitglieder bzw. Organisationen, die bereits seit fünfzig Jahren dem Verein angehören.
Das Protokoll der Vollversammlung wird im Heft 2 der Wiener Geschichtsblätter erscheinen.


Am 18. April 2012 sprach Mag. Paul Rachler (Wiener Stadt- und Landesarchiv/Künstlerhausarchiv) zum Thema „Künstlerleben – Kunstleben. 150 Jahre Künstlerhaus-Archiv“

Die Akten und Korrespondenz der 1861 gegründeten Künstlervereinigung bilden die Basis des Künstlerhaus-Archivs. Dieses war bis 1979 im Haus am Karlsplatz (erbaut 1865 bis 1868) untergebracht und wird seit 1979 im Wiener Stadt- und Landesarchiv aufbewahrt. Das Archiv befindet sich im Eigentum des Künstlerhauses und wird von dessen Archivar betreut.

Die einzelnen Bestandsgruppen wurden anhand von exemplarischen Belegstücken erläutert und ihr Aufbau und Inhalt beschrieben. So wurde den potenziellen Benutzerinnen und Benutzern gezeigt, was das Archiv leisten kann und welche Informationen im Künstlerhaus-Archiv zu erlangen sind.
Den Schwerpunkt stellen natürlich die Archivalien dar: Ausstellungsakten, Fest- und Veranstaltungsakten, Hausakten, Korrespondenzakten, Einlaufbücher der Kunstwerke, Hausansichten und Protokolle.
Für die kunst- und kulturhistorische Forschung sind vor allem die Briefe berühmter Künstler – wie Hans Makart, Gustav Klimt oder Oskar Kokoschka – an das Künstlerhaus von Interesse. Auch die Einlaufbücher der Kunstwerke stellen für die Erstellung von Werksverzeichnissen und die Provenienzforschung eine unverzichtbare Quelle dar.


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