Führung: Die Kinderübernahmsstelle Lustkandlgasse im Roten Wien – Fürsorge zwischen Hilfe und Kontrolle
Führung: Mag.a Katrin Pilz (Historikerin und Kulturwissenschaftlerin)
23. Jänner 2027, 10:00, Treffpunkt: 9., Julius-Tandler-Familienzentrum, Ayrenhoffgasse 7-9
Teilnehmer: max. 20 (Nur für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Wien) , Voranmeldung bis spätestens 22.1.2027 über das Anmeldeformular auf unserer Website. Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Die Kinderübernahmsstelle (KÜST) war ein zentraler Ort der kommunalen Fürsorge im Roten Wien und ein Prestigeprojekt Julius Tandlers (1869–1936). Sie wurde 1925 eröffnet und war Aufnahme- und Schaltstelle für Kinder und Jugendliche, die Waisen waren oder aus notleidenden Familienverhältnissen kamen: Nach einem dreiwöchigen Aufenthalt, in dem sie den Prozess der Desinfektion, Quarantäne und physiologischen sowie psychologischen Beobachtung durchlaufen hatten, wurden sie an Pflegefamilien, Heil-, Fürsorge- und Erziehungsheime vermittelt oder wieder von ihren Familien aufgenommen.
Abbildung: Aufnahme in der Kinderübernahmsstelle der Stadt Wien, um 1926 (Foto: Martin Gerlach jun., Sammlung Wien Museum)
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