Vortrag: „Wien ist eben im Begriffe, seine Flegeljahre durchzumachen.“ Die Wiener Dichterin und Journalistin Betty Paoli sieht ihre Stadt
Vortragende: Mag.a Dr.in Karin S. Wozonig, PhD (Universität Wien, Institut für Germanistik)
Moderation: Dr. Peter Payer
21. Mai 2026, 17:00, Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Gasometer D, 11., Guglgasse 14 (4. Archivgeschoß; Zugang über Gasometer A und die Mall)
Teilnehmer: max. 80 , Voranmeldung bis spätestens 21.5.2026 über das Anmeldeformular auf unserer Website. Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Betty Paoli, 1814 in Wien als Barbara Glück geboren, war die berühmteste deutschsprachige Lyrikerin ihrer Zeit und die erste Berufsjournalistin Österreichs, befreundet mit Franz Grillparzer, Adalbert Stifter und Marie von Ebner-Eschenbach. In den 1830er und 1840er Jahren sorgte Paoli mit ihrer gewagten Liebesdichtung für Aufsehen, wurde zur gesuchten Gesellschafterin und zum gefragten Salongast in großbürgerlichen und adeligen Häusern. Doch die Ereignisse der Revolution von 1848 zwangen sie zur beruflichen Neuorientierung. Paoli fand ein Betätigungsfeld im Journalismus, verfasste politische Kommentare, Theater-, Buch- und Kunstkritiken und wandte sich dem gerade entstehenden Feuilleton zu. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1894 verfasste Paoli hunderte Artikel, viele davon scharfsichtige und unterhaltsame Kommentare zum Leben in Wien, vom Ballsaal bis zur neuen Ringstraße. Der Vortrag behandelt das bewegte und außergewöhnliche Leben Betty Paolis und ihren Blick auf ihre Heimatstadt.
Zur Person
Mag.a Dr.in Karin S. Wozonig, Ph.D., Germanistin, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Wien und Los Angeles, Lektorin in Ústí nad Labem (Tschechien), Hamburg und Wien. Forschungsschwerpunkte: Österreichische Literatur des 19. Jahrhunderts; Literatur- und Naturwissenschaft. Zuletzt erschienen: Betty Paoli. Dichterin und Journalistin. Eine Biographie. Residenz Verlag 2024; Betty Paoli: Ich bin nicht von der Zeitlichkeit! Ausgewählte Werke. Hg. von Karin S. Wozonig. Residenz Verlag 2024.
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