Führung: Sonderausstellung „Donauinsel. 21 Kilometer Freiraum“
Führung: Dr. Sándor Békési (Wien Museum)
7. Mai 2026, 17:00, Wien Museum (Foyer), 4., Karlsplatz 8
Teilnehmer: max. 25 (Nur für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Wien - wir überprüfen die Mitgliedschaft anhand unserer Mitgliederdatei, die Buchung von Nicht-Mitgliedern wird storniert) , Voranmeldung bis spätestens 6.5.2026 über das Anmeldeformular auf unserer Website. Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Die Donauinsel – zwischen 1972 und 1988 gemeinsam mit der Neuen Donau erbaut, um Wien „endgültig“ vor verheerenden Hochwässern zu schützen – ist heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich als reines Hochwasserschutzprojekt geplant und politisch höchst umstritten, entwickelte sich die Donauinsel im Laufe der Zeit zu einem zentralen Natur- und Erholungsraum am Wasser. Die Entscheidung, das Areal komplett von Verbauung freizuhalten, fiel erst während der Bauarbeiten. Gewagte Ideen für Hochhäuser oder gar für einen Zentralbahnhof im Mittelteil der Donauinsel wurden letztlich ebenso verworfen wie ihre Ausgestaltung als ein rein wasserbautechnischer Damm ohne Zugang zur Neuen Donau. Heute zählen die Donauinsel und die Neue Donau zu den wichtigsten Freiräumen in der wachsenden Stadt. Sie werden von Menschen unterschiedlichsten Alters und diversester Herkunft für eine Vielzahl von Aktivitäten genutzt.
Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte und Gegenwart dieser in ihrer Dimension einzigartigen urbanen Landschaft. Dabei werden unter anderem die Vorgeschichte des Wiener Hochwasserschutzes, die Nutzung des ehemaligen Überschwemmungsgebiets, das bereits ein beliebtes Freizeitareal war, die komplexe Planungs- und Baugeschichte der Donauinsel sowie ihre ökologische und soziale Bedeutung in der immer heißer und dichter werdenden Stadt thematisiert.
Foto: Klaus Pichler / Wien Museum, 2025
Zur Person
Dr. Sándor Békési, Studium der Geschichte, Geographie sowie Wissenschaftstheorie und -forschung in Wien. Seit 2004 Historiker und Kurator am Wien Museum im Department Geschichte und im Sammlungsbereich Stadtentwicklung und Topografie. Arbeitsschwerpunkte: Stadtgeschichte, Infrastruktur- und Verkehrsgeschichte. Wissenschaftliche Mitarbeit bei der Sonderausstellung zur Geschichte der Donauinsel.