VGW Projekte

Veranstaltungen

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 17:00 Uhr

Mag. Dieter Halama (Wiental-Antiquariat)
Kaiserbild und Kaiserkult – Porträts der Habsburger (Buchpräsentation mit Bildbeispielen)
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Martin Scheutz
Ort: Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Gasometer D, 4. Archivgeschoss
(11, Guglgasse 14, U3-Station „Gasometer“, Zugang über Gasometer A und die Mall)

Zum Inhalt

Buchcover „Portrait der Habsburger von Theodor Mayerhofer“ (2018)

Am 12. November 2018 jährte sich zum 100. Male der Tag der Ausrufung der Republik Österreich. Gleichzeitig ging damit die 636-jährige Herrschaft des Hauses Habsburg über Österreich und die mit ihm verbundenen Kronländer zu Ende. Dieter Halama berichtet in seinem Vortrag (mit Bildbeispielen) über die Bedeutung und den Umgang mit dem Porträt des Herrschers beziehungsweise der Herrscherin von Maria Theresia über Franz Josef I. bis zum letzten Kaiser Karl I. In einem bunten Streifzug durch die letzten beiden Jahrhunderte habsburgischer Landesherrschaft erfahren die Besucherinnen und Besucher auch so manches bisher Unbekannte über wichtige „Randfiguren“ wie Hofmaler und Hoffotografen, den letzten Hofkutscher, oder auch die ihm immer wieder begegnenden „Hofbehelliger“.

Von 1882 bis 1903 illustrierte der Wiener Zeichner und Lithograph Theodor Mayerhofer, Schüler des berühmten Portraitisten, Historien- und Genremalers Eduard von Engerth an der Kunstakademie in Wien, das „Wiener Salonblatt“, eine Zeitschrift, die in Adelskreisen wie im Bürgertum weite Verbreitung fand. Mayerhofers Zeichnungen und hierbei vor allem die Portraits der Kaiserlichen Familie und von Mitgliedern zahlreicher Adelshäuser, die allesamt zu den besten der Zeit gehörten, wurden nach 1918 nicht mehr beachtet und sind in Vergessenheit geraten.

Zur Person

Mag. Dieter Halama, Kunsthistoriker, Buchhändler, Buchrestaurator, betreibt seit 2011 die Buchhandlung „Wiental-Antiquariat“ in Pressbaum. Zuletzt erschienen: Malerischer Wienerwald – Porträt einer Landschaft im Biedermeier (2012), Pressbaum – Von den Duckhüttlern zur jüngsten Stadt im Wienerwald (2013), Portraits der Habsburger von Theodor Mayerhofer (gemeinsam mit Herbert Ascherbauer, 2017), Gablitz – ein historisches Ortsporträt (2018), Von der Hohen Schule ins Paradies – Eine humoristorische Bildungsreise über den Riederberg (erscheint 2019).

Mittwoch, 16. Jänner 2019, 16:00 Uhr

Museumsleiterin Prof. Dr. Vladimira Bousska (Bezirksmuseum Meidling)
Führung durch die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Meidling
Ort: Bezirksmuseum Meidling (12, Längenfeldgasse 13–15)
(U4, U6 – Längenfeldgasse; 59A – Hans-Mandl-Berufsschule [Längenfeldgasse]; 63A – Hans-Mandl-Berufsschule [Längenfeldgasse])
Beschränkte Teilnehmerzahl (max. 25. Personen)! Voranmeldungen bis spätestens 11. Jänner jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr unter der Telefonnummer 0670 602 98 98 oder per E-Mail an [post@geschichte-wien.at]. Für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Wien ist der Eintritt und die Führung frei!

Donnerstag, 21. März 2019, 18:00 Uhr

Vollversammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Wien
Ort: Wappensaal des Rathauses
(1, Rathaus, U2-Station „Rathaus“, Zugang über Lichtenfelsgasse)

Donnerstag, 21. März 2019, circa 19:00 Uhr

Monika Sommer-Sieghart (Haus der Geschichte Österreich)
Festvortrag im Rahmen der Vollversammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Wien

Moderation: Mag. Paul Rachler
Ort: Wappensaal des Rathauses
(1, Rathaus, U2-Station „Rathaus“, Zugang über Lichtenfelsgasse)

Gäste sind bei unseren Veranstaltungen herzlich willkommen!

Unsere letzten Veranstaltungen:

Mühelos empor. Zur Geschichte des Aufzugs in Wien (Buchpräsentation mit zahlreichen Bildern und Hörbeispielen)

In seiner lebhaften Art erzählte Dr. Peter Payer vom Technischen Museum Wien am 29. November unter dem Titel „Mühelos empor“ viele interessante Fakten „Zur Geschichte des Aufzugs in Wien“. Der Vortrag thematisierte diesen lange Zeit vernachlässigten Aspekt  der Wiener Stadtgeschichte. Im Zentrum standen die Personenaufzüge (inklusive Paternoster und Rolltreppen) und ihre Durchsetzung in den Jahrzehnten von 1870 bis heute sowie die Geschwindigkeit und räumlichen Differenzierung, mit der sie sich im Stadtgebiet verbreiteten. Payer ging darauf ein, wie sie von der Bevölkerung bewertet wurden, wie sich Architektur, Technik und Design  und die mentalen, sozialen und alltagskulturellen Folgen sich entwickelten.

Aufzug in Wien-Landstraße, Baujahr 1906 (Foto: Christian Tauss)

Derzeit gibt es in Wien rund 44.000 Aufzüge und jedes Jahr werden 1.000 neue Anlagen errichtet. Der Aufzug ist heute eines der meistbenützten und gleichzeitig sichersten Verkehrsmittel der Stadt. Sein Gebrauch gehört längst zur urbanen Alltagspraxis. Architektonisch wie wahrnehmungspsychologisch stellen Aufzug und mehrgeschossiges Gebäude eine untrennbare Einheit dar. Die vertikale Expansion der Stadt ist ohne Aufzug nicht denkbar – Hochhaus und Aufzug entwickelten sich zum Symbol des Städtischen schlechthin. Die zahlreiche Bild- und Tonbeispiele, die die wechselvolle Geschichte unserer vertikalen Mobilität illustrierten und die zahlreichen Fragen und Ergänzungen aus dem Zuhörerkreis ließen die 90 Minuten wie im Flug vergehen.

Dr. Peter Payer präsentiert die Geschichte des Aufzugs in Wien

 

Zur Person

MMag. Dr. Peter Payer ist Historiker, Stadtforscher und Publizist. Er führt ein Büro für Stadtgeschichte und ist Kurator im Technischen Museum Wien. Forschungsschwerpunkt: Stadt-, Alltags- und Sinnesgeschichte. Autor für zahlreiche Fachmedien und Zeitungen, aktuelle Publikationen: „Auf und Ab. Eine Kulturgeschichte des Aufzugs in Wien“, „Der Klang der Großstadt. Eine Geschichte des Hörens, Wien 1850-1914″.

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Wien und die Gründung der Republik 1918

Am 8. November 2018 beschäftigte sich der Generalsekretär des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, Univ.-Doz. MMag. Dr. Andreas Weigl, mit Wien und der Gründung der Republik 1918.

Anwerbungen für die neue Volkswehr, 1918 (ÖNB, Bildarchiv: S64683)

Der 12. November 1918 ist im kollektiven Gedächtnis der Österreicherinnen und Österreicher wenig verankert. Das mag daran liegen, dass sich auch die Euphorie der Zeitgenossen in Grenzen hielt und der Gründungstag der Republik blutig endete. Die Freude um die Republikgründung war ohnehin nicht ungeteilt. Ihren Ruf belastete bis heute unzweifelhaft auch das letztliche Scheitern dieser 1. Republik. Dabei wird vielfach übersehen, dass besonders in den Anfangstagen und -monaten der Republik auf politischer Ebene große Leistungen erbracht wurden. Der Vortrag ließ die dramatischen Ereignisse der Monate Oktober und November in Wien Revue passieren. Geschildert wurde die katastrophale Versorgungssituation, die Wirkung der „Spanischen Grippe“, die fragile politische und militärische Situation. Im Besonderen wurde auf jene Ereignisse näher eingegangen, die zur Ausrufung der Republik und zur Umsetzung erster sozialpolitischer Reformen führten. Wie der Historiker Ernst Hanisch treffend formuliert hatte: „Die Bevölkerung hungerte 1918/19, aber sie verhungerte nicht, sie fror, aber sie erfror nicht, sie schlitterte in ein soziales Chaos, aber die österreichische Revolution zähmte linksradikale Putschversuche, stabilisierte die Republik als liberale Demokratie. Das war die große Leistung der damaligen Regierung“. Die Hintergründe dieser „österreichischen Revolution“ wurden hier beleuchtet.

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