VGW Projekte

Veranstaltungen

Donnerstag, 29. November 2018, 17:00 Uhr

Dr. Peter Payer (Technisches Museum):
Mühelos empor. Zur Geschichte des Aufzugs in Wien (Buchpräsentation mit zahlreichen Bildern und Hörbeispielen)
Moderation: Univ.-Doz. Dr. Andreas Weigl
Ort: Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Gasometer D, 4. Archivgeschoss
(11, Guglgasse 14, U3-Station „Gasometer“, Zugang über Gasometer A und die Mall)

Zum Inhalt

Aufzug in Wien-Landstraße, Baujahr 1906 (Foto: Christian Tauss)

Rund 44.000 Aufzüge gibt es derzeit in Wien, jedes Jahr werden 1.000 neue Anlagen errichtet. Der Aufzug ist heute eines der meistbenützten und gleichzeitig sichersten Verkehrsmittel der Stadt. Sein Gebrauch gehört längst zur urbanen Alltagspraxis. Architektonisch wie wahrnehmungspsychologisch stellen Aufzug und mehrgeschossiges Gebäude eine untrennbare Einheit dar. Die vertikale Expansion der Stadt ist ohne Aufzug nicht denkbar – Hochhaus und Aufzug entwickelten sich zum Symbol des Städtischen schlechthin.

Der Vortrag thematisiert diesen lange Zeit vernachlässigten Aspekt  der Wiener Stadtgeschichte. Im Zentrum stehen die Personenaufzüge (inklusive Paternoster und Rolltreppen) und ihre Durchsetzung in den Jahrzehnten von 1870 bis heute. Mit welcher Geschwindigkeit und räumlichen Differenzierung verbreiteten sich diese im Stadtgebiet? Wie wurden sie von der Bevölkerung rezipiert und bewertet? Wie entwickelten sich Architektur, Technik und Design? Was waren die mentalen, sozialen und alltagskulturellen Folgen? Zahlreiche Bild- und Tonbeispiele illustrieren die wechselvolle Geschichte unserer vertikalen Mobilität.

Zur Person

MMag. Dr. Peter Payer ist Historiker, Stadtforscher und Publizist. Er führt ein Büro für Stadtgeschichte und ist Kurator im Technischen Museum Wien. Forschungsschwerpunkt: Stadt-, Alltags- und Sinnesgeschichte. Autor für zahlreiche Fachmedien und Zeitungen, aktuelle Publikationen: „Auf und Ab. Eine Kulturgeschichte des Aufzugs in Wien“, „Der Klang der Großstadt. Eine Geschichte des Hörens, Wien 1850-1914″.

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 17:00 Uhr

Mag. Dieter Halama (Wiental-Antiquariat):
Kaiserbild und Kaiserkult – Porträts der Habsburger (Buchpräsentation mit Bildbeispielen)
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Martin Scheutz
Ort: Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Gasometer D, 4. Archivgeschoss
(11, Guglgasse 14, U3-Station „Gasometer“, Zugang über Gasometer A und die Mall)

Mittwoch, 16. Jänner 2019, 16:00 Uhr

Museumsleiterin Prof. Dr. Vladimira Bousska (Bezirksmuseum Meidling):
Führung durch die Dauerausstellung des Bezirksmuseums Meidling
Ort: Bezirksmuseum Meidling (12, Längenfeldgasse 13–15)
(U4, U6 – Längenfeldgasse; 59A – Hans-Mandl-Berufsschule [Längenfeldgasse]; 63A – Hans-Mandl-Berufsschule [Längenfeldgasse])
Beschränkte Teilnehmerzahl (max. 25. Personen)! Voranmeldungen bis spätestens 11. Jänner jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr unter der Telefonnummer 0670 602 98 98 oder per E-Mail an [post@geschichte-wien.at]. Für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Wien ist der Eintritt und die Führung frei!

Donnerstag, 21. März 2019, 18:00 Uhr

Vollversammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Wien
Ort: Wappensaal des Rathauses
(1, Rathaus, U2-Station „Rathaus“, Zugang über Lichtenfelsgasse)

Donnerstag, 21. März 2019, circa 19:00 Uhr

Monika Sommer-Sieghart (Haus der Geschichte Österreich):
Festvortrag im Rahmen der Vollversammlung des Vereins für Geschichte der Stadt Wien

Moderation: Mag. Paul Rachler
Ort: Wappensaal des Rathauses
(1, Rathaus, U2-Station „Rathaus“, Zugang über Lichtenfelsgasse)

Gäste sind bei unseren Veranstaltungen herzlich willkommen!

Unsere letzten Veranstaltungen:

Wien und die Gründung der Republik 1918

Am 8. November 2018 beschäftigte sich der Generalsekretär des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, Univ.-Doz. MMag. Dr. Andreas Weigl, mit Wien und der Gründung der Republik 1918.

Anwerbungen für die neue Volkswehr, 1918 (ÖNB, Bildarchiv: S64683)

Der 12. November 1918 ist im kollektiven Gedächtnis der Österreicherinnen und Österreicher wenig verankert. Das mag daran liegen, dass sich auch die Euphorie der Zeitgenossen in Grenzen hielt und der Gründungstag der Republik blutig endete. Die Freude um die Republikgründung war ohnehin nicht ungeteilt. Ihren Ruf belastete bis heute unzweifelhaft auch das letztliche Scheitern dieser 1. Republik. Dabei wird vielfach übersehen, dass besonders in den Anfangstagen und -monaten der Republik auf politischer Ebene große Leistungen erbracht wurden. Der Vortrag ließ die dramatischen Ereignisse der Monate Oktober und November in Wien Revue passieren. Geschildert wurde die katastrophale Versorgungssituation, die Wirkung der „Spanischen Grippe“, die fragile politische und militärische Situation. Im Besonderen wurde auf jene Ereignisse näher eingegangen, die zur Ausrufung der Republik und zur Umsetzung erster sozialpolitischer Reformen führten. Wie der Historiker Ernst Hanisch treffend formuliert hatte: „Die Bevölkerung hungerte 1918/19, aber sie verhungerte nicht, sie fror, aber sie erfror nicht, sie schlitterte in ein soziales Chaos, aber die österreichische Revolution zähmte linksradikale Putschversuche, stabilisierte die Republik als liberale Demokratie. Das war die große Leistung der damaligen Regierung“. Die Hintergründe dieser „österreichischen Revolution“ wurden hier beleuchtet.

Lesen Sie mehr über diese Veranstaltung


Führung durch die Ausstellung „Mit Haut und Haar. Frisieren, Rasieren, Verschönern“

Mag.a Susanne Breuss (Wien Museum) führte am 16. Oktober 2018 im Wien Museum eine Gruppe von Vereinsmitgliedern durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Mit Haut und Haar. Frisieren, Rasieren, Verschönern“. Die Gestaltung des Körpers zählt zu den wichtigsten und ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Denn der Körper ist nicht einfach etwas von der Natur Vorgegebenes, sondern immer auch kulturell geformt und daher historisch wandelbar. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Praktiken und Bedeutungen moderner Körperpflege und Körpergestaltung seit dem 18. Jahrhundert, der Fokus liegt dabei auf Rasieren, Frisieren und Kosmetik, stets im Hinblick auf die spezifische Situation in Wien.

Mag. Susanne Breuss beschreibt die Entwicklung der Berufe Barbier, Friseur, Kosmetiker und Perückenmacher

Susanne Breuss erläuterte den Teilnehmenden, dass der Wunsch nach der Gestaltung des eigenen Körpers im Lauf der Geschichte unterschiedlichste Techniken, Produkte und vor allem auch spezielle Berufe hervorgebracht hat, so etwa Barbiere, Friseure, Kosmetiker und Perückenmacher. Schönheit war also schon immer das Ergebnis von Arbeit. Wie man seinen Körper „herrichtet“, orientiert sich seit jeher an Normen, Konventionen und nicht zuletzt an Vorbildern. Ein prominentes Beispiel dafür ist Kaiserin Elisabeth, deren obsessiver Haar- und Schönheitskult zum Markenzeichen wurde. Schließlich geht es in der Ausstellung auch um die Symbolik bestimmter Moden und Stile, wie zum Beispiel den Bubikopf bei Frauen oder lange Haare bei Männern.

Lesen Sie mehr über diese Veranstaltung


Weitere Veranstaltungen